• Besuchen Sie unsere Webinare!Kostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
Besuchen Sie unsere Webinare!1 Webinar2 Webinar3 Webinar4 Webinar5 Webinar6

Private Equity

Private Equity (deutsch Außerbörsliches Eigenkapital) ist eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber eingegangene Beteiligung nicht an geregelten Märkten (Börsen) handelbar ist. Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte ''Kapitalbeteiligungsgesellschaften''.

 

Wird das Kapital jungen innovativen Unternehmen bereitgestellt, die naturgemäß ein hohes Risiko, aber auch entsprechende Wachstumschancen in sich bergen, so spricht man von Risikokapital oder Wagniskapital (englisch ''venture capital'').

 

Für die Begriffe ''Kapitalbeteiligungsgesellschaft'' und ''Wagnisfinanzierungsgesellschaft'' werden heute häufig die Sprachkonstrukte ''Private-Equity-Gesellschaft'' (PEG) und ''Venture-Capital-Gesellschaft'' (VCG) verwendet.


Venture Capital

Bei dieser Form des privaten Beteiligungskapitals wird oftmals auch vom sogenannten Risikokapital (oder ''Venture Capital'') gesprochen. Eine Beteiligung zeichnet sich dabei unter anderem durch die folgenden Punkte aus:

  • es handelt sich um noch zu gründende beziehungsweise gerade erst gegründete junge Unternehmen.
  • es handelt sich in erster Linie um Branchen, deren Lebenszyklus noch in einem Anfangsstadium steckt.
  • die Erträge aus einer solchen Beteiligung sind zum Zeitpunkt der Aufnahme der Beteiligung noch nicht absehbar. Mehr noch sind sie mit einem sehr hohen Risiko verbunden, das bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann. Daraus erwächst aber regelmäßig bei einem Gelingen eine sehr hohe Rendite.
  • die VCG stellt nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern darüber hinaus auch Management-Know-how, um den in der Regel unerfahrenen Unternehmensgründern zu helfen, aber auch, um die Beteiligung aus Sicht der VCG erfolgreich zu gestalten. Aus diesem Grund wird hierbei häufig auch von ''intelligentem Kapital'' gesprochen.

 

Ihre Berechtigung verdanken die Venture-Capital-Gesellschaften dabei vor allem dem Umstand, dass Unternehmensgründer in der Gründungsphase die zur Finanzierung nötigen Mittel häufig nicht durch ihr privates Vermögen aufbringen können. Kreditinstitute vergeben an junge Unternehmen wegen fehlender Kreditsicherung in der Regel keine Darlehen. Daher bietet diese Form der Kapitalbeschaffung eine Alternative zu traditionellen Finanzierungsformen.


Private Equity

Ebenso wie die Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) sammeln auch die Private-Equity-Gesellschaften (PEG) finanzielle Mittel bei institutionellen Anlegern wie etwa Banken oder Versicherungen, in einigen Fällen auch direkt bei vermögenden Privatpersonen.


Die Anlagestrategie

Die PEG suchen gezielt Unternehmen aus, deren Rendite-Risiko-Verhältnis günstig ist. Charakterisiert ist diese Situation zum einen dadurch, dass das ideale Zielunternehmen (''Target'') hohe und stabile Cashflows aufweist. Darüber hinaus sollte es über Markteintrittsbarrieren für potentielle Konkurrenten verfügen. Hinsichtlich seines Kapitalbedarfs für das laufende Geschäft bestehen keine größeren Ansprüche (etwa für Neuinvestitionen bzw. Forschung und Entwicklung).

 

PE-Transaktionen werden mehrfach in Form eines ''Leveraged Buy Out'' (Fremdfinanzierte Übernahme (LBO)) vollzogen. Darunter ist zu verstehen, dass die Beteiligung durch einen hohen Anteil an Fremdkapital realisiert wird. Auch wenn die jeweilige PEG finanzielle Eigenmittel gesammelt hat, wird sie für eine Beteiligung weitgehend Fremdkapital heranziehen. Dazu ein Beispiel:

 

Selbst wenn eine PEG, die über ein Fondsvolumen von beispielsweise einer Milliarde Euro verfügt, eine Beteiligung zu einem Preis von 400 Millionen Euro erwirbt, wird sie so weit möglich nur 100 Millionen Euro aus ihren gesammelten Eigenmitteln aufwenden; die restlichen 300 Millionen Euro werden durch Fremdkapital (in der Regel eine Kombination von Bankkrediten und -darlehen, Schuldverschreibungen und sogenanntem Mezzanine-Kapital) finanziert. Dadurch wird die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals gesteigert (Leverage-Effekt).


Private Equity mittels Leveraged Buy Out

Die Erwartung des Erwerbers im LBO basiert auf dem sog. Leverage-Effekt. Durch den geringen Einsatz von Eigenmitteln lässt sich eine hohe – für den PEG attraktive – Eigenkapitalrentabilität erzielen, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als die Fremdkapitalzinsen. Voraussetzung ist, dass das Zielunternehmen einen ausreichend hohen freien Cashflow erwirtschaftet, mit dem die Verbindlichkeiten getilgt werden.


Investoren in Private-Equity-Fonds

Für in PEG investierende Banken, Versicherungen, Pensionskassen, vermögende Privatleute oder amerikanische Privatuniversitäten sind Private-Equity-Fonds wegen der meist unübersichtlichen Vertrags- und Beteiligungsstrukturen eine Möglichkeit, sich am Kapitalmarkt zu betätigen, ohne im Misserfolgsfall einzelner Investments finanziell in Haftung genommen zu werden. Würden die Investoren direkt in die Targets investieren, müssten sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und zum Schutz ihres kaufmännischen Rufes finanziell geradestehen. Die Investoren erhalten bei den PEGs Anonymität und damit Schutz vor einer finanziellen Haftung. Dies wird erkauft mit erheblichen Gebühren für das Fondsmanagement sowie durch überproportionale Erfolgsbeteiligungen zugunsten der Fondsinitiatoren.


Management-Buy-Out

Im Rahmen von sogenannten Management-Buy-Outs (MBO) werden etablierte Unternehmen oder Teile von ihnen durch das vorhandene Management übernommen. Da die einzelnen Manager in der Regel nicht in der Lage sind, den Kaufpreis aufzubringen, wenden sie sich an Private-Equity-Gesellschaften. Diese beteiligen sich nach oben genanntem Modell an dem Unternehmen. Im Ergebnis sind damit PEG und Management gemeinsam an dem Unternehmen beteiligt, wobei das Management in der Regel günstigere Konditionen genießt und damit in der Regel schneller einen Kapitalgewinn erwirtschaften kann als die PEG.


Private-Equity-Gesellschaften

Während Private-Equity-Firmen, die im Fachjargon auch als ''Financial Sponsors'' bezeichnet werden, sich im angloamerikanischen Wirtschaftsraum bereits seit mehr als 20 Jahren betätigen, sind diese Finanzinvestoren in den letzten Jahren auch stark zunehmend in Europa tätig.

 

Industrieunternehmen und Versicherungsgesellschaften werden zunehmend auf diesem Gebiet tätig.

Da viele etablierte Gesellschaften nur institutionellen Investoren oder sehr vermögenden Privatpersonen offenstehen, bildet sich seit einigen Jahren auch ein Fond-Segment für Kleinanleger heraus. Die meisten dieser sogenannten Retailfonds sind als geschlossene Fonds ausgelegt, die im Rahmen eines Dachfondskonzepts wieder in große Private-Equity-Fonds investieren, was jedoch zu einer doppelten Kostenstruktur führt.


Wirtschaftliche Bedeutung / Statistiken

Der weltweite Anteil von Private-Equity-Gesellschaften an Unternehmenskäufen lag im Jahr 2000 noch bei 3 Prozent. 2004 war er auf 14 Prozent angewachsen und hatte ein Volumen von 294 Milliarden Dollar erreicht. Um Käufe von sehr großen Konzernen vornehmen zu können, bilden die Private-Equity-Gesellschaften teilweise Bietergemeinschaften.

 

In Folge der Finanzmarktkrise ist Ende 2008 das Geschäft der Private-Equity-Gesellschaften auf ganzer Linie eingebrochen. 2009 betrug das Volumen der bekanntgegebenen Transaktionen in Deutschland nur noch 1,1 Milliarden Euro – ein Rückgang von mehr als 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Das Volumen der weltweit bekanntgegebenen Deals betrug im April 2009 nur noch 9 Milliarden US-Dollar, während es zwei Jahre zuvor, zur Hochzeit des Private-Equity-Booms, noch bei rund 120 Milliarden US-Dollar gelegen hatte.


Die Heuschreckendebatte

In Deutschland ist Private Equity als Form der Beteiligungsfinanzierung in die öffentliche Kritik geraten. Angestoßen wurde die Diskussion Mitte 2005 dabei durch Franz Müntefering, der einen Vergleich mit „Heuschreckenschwärmen“ anstellte, jedoch hat sich die Bezeichnung „Heuschrecken“ allgemein als Metapher durchgesetzt. Hintergrund der Äußerung war die zu diesem Zeitpunkt stattfindende Übernahme der Firma Grohe aus Hemer.


Venture Capital und Private Equity

Vergleichskriterium Venture Capital Private Equity (Buyout)
Kontrolle/Beherrschung meistens Minderheitsbeteiligung meistens Mehrheitsbeteiligung
Kapitalfluss in das Beteiligungsunternehmen an den Vorbesitzer (= Verkäufer)
Schwerpunkt der Beteiligung junge und innovative Wachstumsunternehmen etablierte mittelständische Unternehmen, zum Teil auch Großkonzerne
Haltedauer der Beteiligung fünf bis sieben Jahre drei bis fünf Jahre
Grad der Einflussnahme hoher Einfluss auf das operative Geschäft Einfluss auf das operative Geschäft
Einsatz von Fremdkapital eher gering hoch
Risikograd des Investments sehr hoch geringer als bei VC, abhängig vom Zielunternehmen

 

Literatur

  • Thorsten Gröne: ''Private Equity in Germany – Evaluation of the Value Creation Potential for German Mid-Cap Companies'', ibidem-Verlag, Stuttgart 2005. ISBN 3898216209
  • Michael Busack und Dieter G. Kaiser: ''Handbuch Alternative Investments Band 1'', Gabler, Wiesbaden 2006. ISBN 3834901512
  • Michael Busack und Dieter G. Kaiser: ''Handbuch Alternative Investments Band 2'', Gabler, Wiesbaden 2006. ISBN 3834902985
  • Christian Diller: ''Private Equity: Rendite, Risiko und Markteinflussfaktoren – Eine empirische Analyse von Private-Equity-Fonds'', Uhlenbruch Verlag, 2007
  • Stefan Jugel: ''Private Equity Investments. Praxis des Beteiligungsmanagements.'' Gabler, Wiesbaden 2003. ISBN 3-409-12296-6
  • E. Philip Davis, Benn Steil: ''Institutional Investors.'' MIT Press, Cambridge 2001. ISBN 0262041928

 

10/18/12

Videobeiträge

...mehr Videos

KREFO.tv Standpunkte

KREFO.tv Report

  • Suchergebnis

    Leider konnten keine Einträge gefunden werden.

03/24/11

Aktuelle Veranstaltungen

Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte verkauft
und auch nicht unsachgemäß verwendet werden.

News zum "Pixelio-Fall"

Die Neuigkeiten zu dem gegen uns erlassenen Urteils des Landgerichts Köln 14 O 427/13…Mehr

03/15/11

Folgen sie uns auf ...

Folgt uns auf FacebookFolgt uns auf TwitterAbboniert unseren RSS-Feed

Dargestellte Logos und/oder Teile davon, sowie ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. krefo.de übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten.
Mit der Benutzung dieser Website erkennen Sie die AGB an. ©2011 krefo.de - Alle Rechte vorbehalten.
powered by iware