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2 von 5 Unternehmen in Nord- und Südamerika rechnen mit einer Verschlechterung der Forderungslaufzeit26.09.2017

46,2 % des Gesamtwerts inländischer B2B-Rechnungen in Brasilien, Kanada, Mexiko und den USA waren in den vergangenen zwölf Monaten am Fälligkeitstag noch nicht bezahlt worden. Zudem waren bei der Hälfte der befragten Unternehmen auch 90 Tage nach Fälligkeit 25 % ihre Forderungen nicht beglichen. Infolge des Zahlungsverzuges ihrer inländischen Firmenkunden waren 35 % der befragten Unternehmen gezwungen, die Zahlungen an ihre eigenen Lieferanten zu verzögern oder konkrete Maßnahmen treffen, um erhebliche Störungen ihres Cashflows zu verhindern.

Für die aktuelle Ausgabe des Atradius Zahlungsmoralbarometers "The Americas" wurden B2B-Unternehmen in Brasilien, Kanada, Mexiko und den USA befragt. 93 % von ihnen meldeten verspätete Zahlungen ihrer inländischen Firmenkunden im vergangenen Jahr (im Vergleich zu 90 % der Studienteilnehmer in Europa). Am häufigsten betroffen waren die Teilnehmer in den USA (96 % im Vergleich zu 93 % der Teilnehmer in Mexiko und Brasilien und 89 % in Kanada). Umgerechnet bedeutet das, dass durchschnittlich 45 % des Werts inländischer Forderungen in den USA verspätet gezahlt wurden. Jedes zweite der in den USA befragten Unternehmen rechnet daher mit einer wesentlichen Verschlechterung seiner Forderungslaufzeit in den kommenden zwölf Monaten.

Insolvenz der Kunden häufigster Grund für Abschreibungen

1,5 % des Werts aller inländischen und 0,6 % aller ausländischen B2B-Forderungen wurden von den befragten Unternehmen in der Region als uneinbringlich abgeschrieben. Am stärksten betroffen waren hiervon Firmen in Mexiko und Brasilien. 50 % aller Studienteilnehmer gaben als häufigsten Grund für die Abschreibungen die Insolvenz oder Betriebsaufgabe des Kunden an. Die Unternehmen in Brasilien meldeten diesen Grund am häufigsten (53 %). Andere Ursachen waren: die Forderung war zu alt (35 %); Scheitern von Inkassomaßnahmen (34 %); der Kunde konnte nicht ausfindig gemacht werden (33 %). Das Atradius Zahlungsmoralbarometer untersucht außerdem die entscheidenden Faktoren für Zahlungsverzüge von Firmenkunden und die Einschätzung der teilnehmenden Unternehmen zur Entwicklung der Zahlungsmoral von verschiedenen Branchen in den kommenden zwölf Monaten.

Unsicherheit in der Weltwirtschaft wirkt sich auf Zahlungsmoral aus

David Huey, Regional Director der Atradius Kreditversicherung NAFTA, erklärt: "Das ungewöhnlich hohe Ausmaß an Unsicherheit in der Weltwirtschaft, insbesondere in Bezug auf die Handelspolitik, scheint schwer auf der Wirtschaft zu lasten. Dies wirkt sich sowohl auf die Zahlungsmoral in Nord- und Südamerika als auch weltweit aus. Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen eindeutig, dass Unternehmen im aktuellen Wirtschaftsumfeld aufgrund der Auswirkungen von Zahlungsverzügen auf ihre Liquidität beunruhigt sind. Deshalb ist es für sie entscheidend, sich auf ihr Forderungsmanagement und eine Kreditversicherung zu konzentrieren, um Störungen ihres Cashflows zu verhindern, die einen Domino-Effekt auf die Lieferkette zur Folge haben könnten."

Über Atradius

Atradius bietet mit seiner strategischen Präsenz weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und Inkassodienste in mehr als 50 Ländern an. Atradius hat Zugang zu Bonitätsinformationen von 240 Millionen Firmen weltweit. Mit den Kreditversicherungs-, Bonding- und Collections-Produkten von Atradius können sich Unternehmen auf der ganzen Welt vor Ausfallrisiken schützen, die mit dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Warenkredit verbunden sind. Atradius ist Teil der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), die in Spanien zu den größten Versicherern und weltweit zu den größten Kreditversicherern gehört.

Kontakt

Astrid Goldberg
Pressesprecherin
Atradius Kreditversicherung
Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210
E-Mail: astrid.goldberg@atradius.com
Web: www.atradius.com

Bild: Logo atradius

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