
Der Umsatz von Creditreform lag im Jahr 2011 bei 488 Millionen Euro (2010: 489 Mio. Euro). Auch wenn der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau liegt, konnte das insgesamt hohe Umsatzniveau des Jahres 2010 annähernd gehalten werden. Damit konnte auch das Ausscheiden eines Inkasso-Joint Ventures aus der Unternehmensgruppe, das im Jahr zuvor noch einen hohen einstelligen Millionenbetrag zum Umsatz beigetragen hatte, nahezu vollständig kompensiert werden.
Verteilt auf die Bereiche Wirtschaftsinformationen und Forderungsmanagement – die beiden Kerndienstleistungen der Unternehmensgruppe – sowie die Creditreform AG, zeigt sich die folgende Umsatzverteilung:
Zum Umsatz von Creditreform in Deutschland kommt der Umsatz von Creditreform International, der auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten wurde. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet einen konstanten Gesamtumsatz in 22 Ländern mit eigenen Landesgesellschaften von 543 Millionen Euro.
Creditreform hat im vergangenen Jahr erneut 16 Millionen Auskünfte über deutsche Unternehmen erteilt. Diese Zahl verteilt sich auf die verschiedenen Produktformate der neuen Auskunftsgeneration, die Creditreform in den beiden zurückliegenden Jahren eingeführt hat. Weiter angestiegen ist die Zahl der von der Creditreform Tochter Creditreform Boniversum GmbH erteilten Privatpersonenauskünfte. Nach 20,9 Millionen im Jahr 2010 waren es zuletzt 22,5 Millionen. Die Datenbank der Creditreform Boniversum GmbH enthält aktuell mehr als 79 Millionen personenbezogene Datensätze zu 61 Millionen Personen. Die Informationen stammen aus Kreditabwicklungen und Lieferungen, aber auch aus Schuldnerlisten, Insolvenzregistern sowie eigenen Mahn- und Inkasso-Verfahren von Creditreform.
Im Forderungsmanagement bietet Creditreform einen Full Service zur Realisierung offener Forderungen an. Dabei können Kundenforderungen von der ersten Mahnung über das Inkasso, das gerichtliche Mahnverfahren, die Vollstreckung bis hin zur Überwachung betreut werden. Als spezialisierte Angebote kommen der Forderungskauf im Rahmen des Factorings sowie der Kauf notleidender Forderungen hinzu. Creditreform – eines der größten deutschen Inkasso-Unternehmen – wurde im Jahr 2011 in mehr als 1,3 Millionen neuen Fällen von Gläubigern mit der Realisierung von Forderungen beauftragt.
Crefo Factoring, ein weiteres Unternehmen der Creditreform Gruppe, erzielte im Jahr 2011 ein Wachstum von mehr als 20 Prozent auf jetzt 1.148 Millionen Euro (Vorjahr 955 Millionen Euro) Außenumsatz. Damit hat Crefo Factoring im zurückliegenden Jahr erstmals in der Firmengeschichte die Milliardengrenze überschritten. Beim Factoring verkauft ein Unternehmen als Factoring-Nehmer bilanzwirksam große Teile seines Forderungsbestandes an Crefo Factoring und mobilisiert so vorab einen Großteil der im Forderungsbestand enthaltenen Liquidität. Zusammen mit den Forderungen übernimmt Crefo Factoring auch die damit verbundenen Forderungsausfallrisiken.
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Foto: Benjamin Klack / Pixelio.de





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