Factoring: Senken der Einkaufskosten und Sicherung der Liquidität18.04.2011

Die Konjunktur zieht an in Deutschland und die meisten Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben wieder eine gute Auftragslage. In den vergangenen Monaten haben viele Mittelständler ihre Liquiditätsreserven aufgebraucht und benötigen nun neues Kapital zur Finanzierung von Wachstum. Bei der Kreditvergabe müssen Unternehmer die oftmals schlechteren Bilanzen von 2009 vorlegen, was häufig zu einer Abstufung des Ratings führt, berichtet Matthias Bommer, Geschäftsführer der Vantargis Factoring GmbH. Das wiederum führt oft zu höheren Kreditkonditionen, der Forderung von zusätzlichen Sicherheiten oder gar der Ablehnung der Finanzierung. Verschlechtern sich die Ratings der Kunden der Bank, müssen diese für das selbe Kreditvolumen mehr Eigenkapital hinterlegen - dieses ist jedoch auch bei den Banken Mangelware. Eine interessante Alternative ist zum Beispiel Factoring, so Bommer. Dabei verkauft der Unternehmer fortlaufend seine Rechnungen an einen Factor und erhält dafür sofort Liquidität - und das ganz ohne zusätzliche Sicherheiten.

Mit Factoring die Einkaufskosten senken

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Wareneinsatz oft ein großer Kostenblock. Mit Factoring lassen sich leicht die Einkaufskosten senken, denn der Unternehmer ist durch den Verkauf der Forderungen liquide. Er kann das Geld im Einkauf einsetzen und seine Rechnungen zeitnah begleichen. So lassen sich Skonti realisieren oder besondere Rabatte aushandeln. Neben der Sicherung der Liquidität sind Factoring-Kunden gegen den Ausfall der Forderungen geschützt und der Factor übernimmt das Debitorenmanagement. Außerdem haben Unternehmer dank Factoring einen Wettbewerbsvorteil, denn sie sind liquide und können so ihren Kunden längere Zahlungsziele statt Skonto anbieten, erläutert Matthias Bommer. Sie sparen somit doppelt, beim Einkauf und beim Absatz.

Factoring im Verarbeitenden Gewerbe: Ein Praxisbeispiel

Im Fallbeispiel bewältigt ein Formenbauer mit Factoring seine Unternehmenskrise. Im Jahr 2003 übernahm Herbert Müller sämtliche Anteile am Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt einen Jahresumsatz von 1,2 Mio. Euro erwirtschaftete. Das operative Geschäft wurde vom Alteigentümer stark vernachlässigt. Mit der Übernahme musste Müller schnell handeln. Um effizient und gewinnbringend arbeiten zu können, haben wir mit einem Unternehmensberater jeden Prozess im Unternehmen überprüft, erläutert Geschäftsführer Müller die damalige Situation.

Dazu gehörten auch die Lieferanten- und Kundenbeziehungen. Das Unternehmen konnte aufgrund der angespannten Liquiditätssituation keinen Skonto auf der Einkaufsseite realisieren und musste zudem seinen Kunden im Hinblick auf eine schnelle Bezahlung Skonto gewähren. Wir hatten somit eine doppelte Kostenbelastung auf der Einkaufs- und Absatzseite, erklärt der Geschäftsführer. Darüber hinaus wollte die Bank den bestehenden Kontokorrentkredit aufgrund fehlender zusätzlicher Sicherheiten nicht weiter erhöhen. Die Beteiligten einigten sich, Factoring als alternative Finanzierungsart zu prüfen.

Mit Factoring in die Zukunft

Im ersten Schritt wurde untersucht, ob Factoring den Liquiditätsengpass grundsätzlich lösen könnte. Müller bestimmte hierzu auf Basis einer aktuellen Offenen-Posten-Liste die aus Sicht des Unternehmens factoringgeeigneten Debitoren. Insgesamt waren 20 Debitoren, die rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten, factoringfähig, so Müller. Das bedeutete, dass im Saisonverlauf durch den Verkauf der Forderungen zusätzliche Liquidität geschaffen werden konnte.

Müller sprach nun seine Lieferanten auf die Gewährung von Skonto bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen an. Fast 90 Prozent unserer Lieferanten waren bereit, bis zu drei Prozent Skonto einzuräumen, erläutert der Geschäftsführer. Ähnlich sah es auf der Absatzseite aus. Ein längeres Zahlungsziel von bis zu 45 Tagen war den meisten Kunden wichtiger als die Realisierung von gewährtem Skonto. Jetzt war Müller überzeugt, das richtige Finanzierungsinstrument für sein Unternehmen gefunden zu haben.

Erfolgreich dank Factoring

Nach Abschluss des Factoringvertrages begann der Unternehmer umgehend mit den Vorbereitungen. Nach nur vier Wochen hatte er die erste Bevorschussung auf die aktuellen Forderungen auf seinem Konto gutgeschrieben und verfügte damit über einen sofortigen Liquiditätsschub. Seitdem erfolgt die Rechnungsstellung täglich an die Kunden. Parallel erhält die Vantargis Factoring diese zur Verarbeitung. Binnen zwei Arbeitstagen hat das Unternehmen nun rund 80 Prozent der Rechnungssumme auf dem Konto. Für unsere Kunden hat sich so gut wie nichts geändert. Sie überweisen den Betrag einfach an die neue Kontoverbindung, die auf der Rechnung aufgebracht ist, erzählt Müller.
Heute beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeiter. Der Jahresumsatz ist seit 2003 kontinuierlich auf mittlerweile 1,6 Mio. Euro gestiegen.

Kontakt

Vantargis Factoring GmbH
Ilka Stiegler
Widenmayerstr. 28
80538 München
stieglervantargis-factoring.de
Tel.: +49 (0)89 - 242937325
www.vantargis-factoring.de

Foto: Thorben Wengert / Pixelio.de

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Nikki, 14-02-13 09:40:
One rarely meennoitd advantage of spot factoring or single invoice discounting is the fact that it might allow a business to take advantage of supplier discounts through early payment or grouping company purchases into larger orders. Let's suppose one of your suppliers offers at 10% discount for early payment but you just do not have the cash to pay him earlier. Having just completed a few jobs, you are still awaiting for payments from your custumers and it is unlikely you will be able to get the cash in time to take advantage of the offer. By using spot factoring, you can instantly cash in some of your invoices, take advantage of suppliers discounts and increase your profits. Just as an example. You want to order $360,000 worth of new materials, your supplier would give you 10% discount if you pay him upfront. That's a36,000 savings if you had the cash available. You just delivered some orders in the value of $318,000, but will have to wait one month to put you hands on the cash. You just heard of spot factoring and decide to have a go and sell two invoices worth $360,000 instantly receiving $354,000 (90% on the total value of the respective invoices). Now you can purchase materials from your supplier at 10% discount for a354,000 instead of a360,000. Three weeks later, the factoring company receives payment from your client, takes a fee (typically between 4 and 5 % of the total invoice based on the above example, illustrative purposes only) and pass the remaining balance back to you (a33,000). You made made a profit of a33,000 on this transaction (supplier discount spot factoring costs).With spot factoring, as opposed to traditional factoring, the only cost you incur is the discount fee, therefore, you do not pay for the administration, set up, cancellation penalties, etc the only fee is the daily discount fee, it couldn't be more transparent.The easiest way is to dip you toes into the water and try it once. Soon you will be confidently relying on it as an usual additional finance tool.

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