• Besuchen Sie unsere Webinare!Kostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
  • WebinarKostenfrei und unverbindlich!
Besuchen Sie unsere Webinare!1 Webinar2 Webinar3 Webinar4 Webinar5 Webinar6

Verordnete Informationsflut im Netz08.12.2016

Verordnete Informationsflut im Netz: Verbraucher und Onlinehändler sind überfordert

Angesichts der Veröffentlichung der Ergebnisse einer EU-weiten rechtlichen Prüfung von Online-Shops durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und die EU-Kommission kritisiert der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) die ständig zunehmende Komplexität im Onlinehandel. Die gesetzlichen Verbraucherinformationen müssen dringend auf ein sinnvolles Maß reduziert werden, damit sie den Kunden wirklich nützen.

Die Anzahl der Pflichtinformationen im Onlinehandel ist erdrückend. Damit sehen sich nicht nur die Onlinehändler konfrontiert, die diese rechtskonform umsetzen müssen, sondern auch die Kunden, die sich vor lauter Informationen im Onlineshop kaum noch zurechtfinden. Ob Buttonlösung, neues Verbraucherrecht, Verlinkung auf die EU-Streitschlichtungsplattform oder produktspezifische Hinweise wie die der Lebensmittelinformationsverordnung, das elektronische Energielabel oder die Entsorgungshinweise nach Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Mit jedem Gesetzgebungsverfahren, das in den letzten Jahren den Onlinehandel betraf, kamen neue Pflichtinformationen hinzu. Viele davon so komplex oder unklar, dass über Jahre Gerichtsverfahren bis hin zum Europäischen Gerichtshof über deren korrekte Umsetzung geführt werden. Weitere Informationspflichten werden demnächst in Kraft treten, etwa durch die Datenschutzgrundverordnung ab 2018.

„Der Aufbau eines Onlineshops ohne rechtliche Beratung ist aufgrund der Vielzahl von Pflichtinformationen heute nicht mehr möglich.“ stellt bevh-Justiziarin Stephanie Schmidt fest und fügt hinzu: „Die immense Anzahl von Pflichtinformationen im Internet ist für einen Onlinehändler nicht mehr überschaubar und führt zunehmend auch bei den Kunden zur Verwirrung.“

Doch anstatt die Energien auf eine Prüfung der bestehenden Informationspflichten auf ihren Sinn und Nutzen zu investieren, haben die EU-Kommission und das Bundesjustizministerium nun EU-weit Onlineshops auf rechtliche Fehler geprüft und korrigiert. Insgesamt 743 Webseiten wurden auf diese Weise kontrolliert, davon enthielten 63 % rechtliche Fehler. Der „Sweep“ wird jährlich von der EU-Kommission organisiert und durch die Behörden in den Mitgliedsstaaten durchgeführt.

Tatsächlich geprüft im Rahmen des „Sweep“ wurde dabei nur ein verschwindend geringer Anteil der in der EU aktiven Onlineshops: Allein in Deutschland waren 2015 im Interaktiven Handel 25.200 Unternehmen aktiv (gemeinsame Studie bevh/Boniversum: „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel 2015/16“). Geprüft wurden davon laut dem BMJV im Rahmen des „Sweep“ jedoch nur 32.

Als ein wichtiges Beispiel für eine häufige rechtliche Unstimmigkeit der Onlineshops nennt die EU-Kommission das Fehlen des gesetzlichen Musterwiderrufsformulars. Dieses wurde durch die Verbraucherrechterichtlinie eingeführt und muss seitdem vom Händler dem Verbraucher beim Kauf zur Verfügung gestellt werden. In der Praxis – so zeigen Umfragen bei zahlreichen Onlinehändlern – wird dieses von den Kunden jedoch kaum verwendet. Die Kunden nutzen vielmehr weiterhin die im geltenden Recht eigentlich nicht mehr vorgesehene Möglichkeit, den Kaufvertrag durch die einfache Rücksendung der Ware zu widerrufen. Das neue Formular sorgt sogar für Verwirrung: Einige Kunden schickten es gar gemeinsam mit der Bestellung an den Händler, da sie es für eine Ergänzung zum Bestellschein hielten.

„Es muss unbedingt ein Umdenken erfolgen, was die gesetzlichen Pflichtinformationen im Onlinehandel angeht.“ fordert bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer und ergänzt: „Der aktuelle Formalismus im Verbraucherrecht macht es den Onlinehändlern nahezu unmöglich, ihre Kunden so zu informieren, dass diese sie auch verstehen.“

Kontakt

Josephine Schmitt
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Wirtschaftspolitik und Statistik
E-Mail: josephine.schmitt@bevh.org
Web: www.behv.org
Tel.: +49 30 2061385 16

Bild: Logo behv

Einkauf im Onlinehandel für deutsche Verbraucher selbstverständlich

22.10.2015
Wie bereits in den vergangenen vier Jahren veröffentlichen der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und die Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum) auch in diesem Herbst wieder aktuelle Zahlen zu Einkaufspräferenzen im Online- und Versandhandel. ... mehr

Jahresprognose für den Interaktiven Handel 2015 bestätigt

21.01.2016
Die deutschen Onlinehändler verzeichneten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 46,9 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anteil von 89,6 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels (Online- und Versandhändler), die insgesamt 52,4 Mrd. EUR umsetzten. ... mehr

Betrugsprävention in Online-Shops

28.01.2016
Die Anzahl von Betrugsfällen im Internet ist in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Dabei sind die jeweiligen Maschen von Betrügern immer schwieriger zu durchschauen. Jedoch könnten kriminelle Machenschaften bei der Bestellung von Waren in vielen Fällen verhindert werden. ... mehr

Cyber-Sicherheit: Euler Hermes versichert Clouds, Datenleitungen und Ersatzinvestitionen

04.02.2016
Der Deutsche Bundestag wäre bei dem im letzten Sommer erfolgten Hackerangriff mit dem erweiterten Euler Hermes Premium XXL Versicherungsschutz zumindest finanziell auf der sicheren Seite gewesen. ... mehr

Interaktiver Handel in Deutschland 2015: Fast jeder achte Euro wird online ausgegeben

18.02.2016
Der Umsatz mit Waren betrug im Interaktiven Handel (d. h. Online- und Versandhandel) im vergangenen Jahr 52,37 Mrd. Euro (inkl. USt). Das ergab die groß angelegte Verbraucherstudie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh). ... mehr

10/18/12

Videobeiträge

...mehr Videos

KREFO.tv Standpunkte

KREFO.tv Report

03/24/11

Aktuelle Veranstaltungen

Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte verkauft
und auch nicht unsachgemäß verwendet werden.

News zum "Pixelio-Fall"

Die Neuigkeiten zu dem gegen uns erlassenen Urteils des Landgerichts Köln 14 O 427/13…Mehr

03/15/11

Folgen sie uns auf ...

Folgt uns auf FacebookFolgt uns auf TwitterAbboniert unseren RSS-Feed

Dargestellte Logos und/oder Teile davon, sowie ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. krefo.de übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten.
Mit der Benutzung dieser Website erkennen Sie die AGB an. ©2011 krefo.de - Alle Rechte vorbehalten.
powered by iware